Alan Novick
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Alan Novick sitzt an dem schädlichsten und wenig dramatischen Punkt in der ESM-Geschichte: dem Ort, an dem Vertrauen hätte überprüft werden sollen und stattdessen zum Verkauf stand. Er war nicht der charismatische Frontmann der Firma, noch der Händler, dessen Name in Schlagzeilen auftauchte. Er war die Person, deren berufliche Pflicht es war, sich vom Geschäft zu distanzieren und es zu prüfen. Diese Trennung verleiht einem Prüfer moralische Kraft. In diesem Fall, so die öffentlichen Aufzeichnungen und die anschließenden strafrechtlichen Verfahren, brach diese Trennung zusammen.
Die angebliche Bestechung von 200.000 Dollar ist das Detail, das ihn definiert. Es ist kein großer Betrag nach Wall-Street-Maßstäben, aber das ist Teil des Skandals. Prüfer sollten nicht so teuer sein, dass sie es wert sind, gekauft zu werden, und doch deutet der Fall darauf hin, dass eine relativ bescheidene Zahlung ausreichte, um die eine Person zu neutralisieren, die den Betrug frühzeitig hätte unterbrechen können. Novicks Rolle liest sich daher weniger wie Schurkerei im filmischen Sinne als vielmehr wie ein beruflicher Rückzug: eine Entscheidung, Unabhängigkeit in Einkommen umzuwandeln.
Psychologisch ist das, was die Figur beunruhigend macht. Betrug hängt oft von Menschen ab, die sich nicht als Betrüger sehen. Sie betrachten sich als Pragmatiker, als Männer, die genug von Finanzen gesehen haben, um zu wissen, dass Perfektion ein Mythos ist. Sobald diese Denkweise Fuß fasst, kann Stille wie Raffinesse erscheinen. Der Prüfer sagt sich, dass er Zeit kauft, Panik vermeidet oder eine Kundenbeziehung bewahrt. Aber die Wirkung ist die gleiche: Er wird zum Mechanismus, durch den die Lüge überlebt.
Novicks Vermächtnis in dem Fall ist eines des Verrats von innen. Eine Firma kann einen schlechten Handel überstehen, sogar eine Reihe davon. Sie kann nicht überleben, wenn die Person, die die Zahlen prüfen soll, Teil der Verschleierung wird. Das ist der Grund, warum sein Name in der Geschichte von ESM bestehen bleibt: nicht weil er der sichtbarste Akteur war, sondern weil er die zentrale Korruption verkörperte, die der Skandal offenbarte. Der Betrug war nicht nur in den Büchern. Er lag im Zusammenbruch des Berufs, der dafür gedacht war, sie zu überwachen.
