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Back to Donald Cressey und das Betrugsdreieck: Warum intelligente Menschen Betrug begehen
ErmittlerCriminology professor; University of California, later Indiana UniversityUnited States

Donald R. Cressey

1919 - 1987

Donald R. Cressey war kein prominenter Theoretiker im modernen Sinne; er war ein methodischer Akademiker, der die private Sprache des Fehlverhaltens in ein dauerhaftes Rahmenwerk zur Aufdeckung verwandelte. Geboren 1919, kam er intellektuell in einer Ära zur Reife, in der die Kriminologie noch stark auf Straßenkriminalität und institutionelle Disziplin ausgerichtet war. Cresseys Beitrag bestand darin, darauf zu bestehen, dass das Verhalten von Wirtschaftskriminellen eine Psychologie hatte, die es wert war, auf ihren eigenen Bedingungen studiert zu werden, und dass die Menschen, die innerhalb von Organisationen die Grenze überschritten, oft keine offensichtlichen Außenseiter, sondern Insider waren, die sich selbst weiterhin als anständig betrachteten.

Seine einflussreichste Arbeit entstand aus Interviews mit Veruntreuern und dem Buch von 1953 Other People’s Money. Er war an der Selbstgeschichte des Täters interessiert: der familiäre Notfall, die Schulden, das vorübergehende Darlehen, das Versprechen, dass das Geld ersetzt werden würde. Dieser Fokus verlieh seiner Arbeit eine ungewöhnliche Kraft, weil er die Rationalisierung nicht als Fußnote zur Kriminalität, sondern als einen ihrer Motoren hörte. Er verstand, dass der Täter ein moralisches Selbstbild bewahren musste, selbst während er das Vertrauen verletzte.

Cresseys Psychologie war praktisch und unromantisch. Er versuchte nicht, Täter zu romantisieren oder sie zu entschuldigen; er wollte zeigen, dass die Mechanismen des Betrugs regelmäßig genug waren, um studiert und daher unterbrochen zu werden. Das machte ihn später besonders wichtig für Prüfer und Regulierungsbehörden, denn sein Rahmenwerk verwandelte vage Verdachtsmomente in ein brauchbares Triage-Modell. Wenn Druck, Gelegenheit und Rationalisierung vorhanden sind, dann verdienen die Kontrollen eine genauere Prüfung.

Es gibt eine Spannung in seinem Erbe. Das Betrugsdreieck wurde teilweise berühmt, weil es einfach war, und Einfachheit kann Komplexität abflachen. Cresseys eigene Arbeit war reicher als die Version in Präsentationsfolien. Er war aufmerksam gegenüber dem sozialen Kontext, den organisatorischen Rahmenbedingungen und der Sprache, die Menschen verwenden, um sich selbst zu rechtfertigen. Er reduzierte Kriminalität nicht auf Gier allein. Er schlug vor, dass Abweichungen oft dort wachsen, wo Geheimhaltung, Druck und Zugang aufeinandertreffen.

Er starb 1987, aber seine Theorie überlebte ihn und wurde zu einem Standardreferenzwerk in der Buchhaltung, Compliance und Betrugsuntersuchung. Diese Beständigkeit spiegelt sowohl die Kraft als auch die Einschränkung seiner Einsicht wider. Er gab dem Feld eine erste Linse, nicht eine endgültige Antwort. Der Grund, warum die Linse weiterhin verwendet wird, ist, dass sie Fachleuten immer noch hilft zu sehen, wie respektable Menschen fähig werden, zu betrügen, ohne sich im Moment wie Betrüger zu fühlen.

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