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Back to Qwest Communications: Verkauf von Netzwerk-Kapazitäten in Kreisen
TäterQwest CommunicationsUnited States

Joseph Nacchio

1949 - Present

Joseph Nacchio war der Typ von Führungskraft, den Wall Street auf den ersten Blick mag: artikuliert, gefasst, kommerziell versiert und geschickt darin, technologische Komplexität in eine Vertrauensgeschichte umzuwandeln. Er baute seinen Ruf im Telekommunikationsgeschäft zu einem Zeitpunkt auf, als Größe und Geschwindigkeit für Investoren wichtiger waren als Gewinn, und dieses Timing war ebenso entscheidend wie jede persönliche Eigenschaft. Nacchio erfand die Telekom-Blase nicht, aber er wusste, wie man sie reitet. Bei Qwest wurde er zum öffentlichen Gesicht eines Unternehmens, das versuchte, den Markt davon zu überzeugen, dass das Wachstum der Bandbreite dasselbe sei wie nachhaltiger Unternehmenswert.

Was Nacchio interessant und besorgniserregend macht, ist, dass er in den öffentlichen Aufzeichnungen sowohl als Verkäufer als auch als Angeklagter erscheint. Staatsanwälte behaupteten später, dass er Aktien verkauft habe, während er im Besitz wesentlicher nichtöffentlicher Informationen über die sich verschlechternde Leistung von Qwest war. Im Jahr 2007 verurteilte eine Bundesjury in Denver ihn wegen Insiderhandels. Dieses Urteil verwandelte ihn nicht in einen Karikaturenschurken; es fixierte ihn in einer unangenehmeren Rolle, dem Geschäftsführer, der genug vom System verstand, um dessen Verzögerung zwischen Wissen und Offenlegung auszunutzen.

Seine Psychologie, wie sie durch den Fall rekonstruiert wurde, deutet auf einen Mann hin, der Risiko wahrscheinlich als etwas verstand, das verwaltet, erzählt und getimt werden muss. Telekommunikation war ein Geschäft der Hebelwirkung, sowohl im finanziellen als auch im rhetorischen Sinne. Man konnte gegen zukünftigen Verkehr leihen und auch Vertrauen aus der Wachstumsbereitschaft des Marktes schöpfen. Nacchio scheint in diesem Raum mit ungewöhnlicher Zuversicht agiert zu haben, als ob öffentlicher Optimismus von Quartal zu Quartal konstruiert werden könnte.

Der Widerspruch im Zentrum seiner Geschichte ist, dass er ein echtes Unternehmen in einer echten Branche leitete, während er laut der Argumentation der Regierung von der Kluft zwischen dem, was intern bekannt war, und dem, was der Markt glaubte, profitierte. Das macht ihn zu einer nützlichen Fallstudie über Macht im weißen Kragen: kein Betrüger in der Schattenwirtschaft, sondern ein Unternehmensleiter, dessen Autorität seinen Transaktionen Glaubwürdigkeit verlieh. Sein letztendliches Urteil bestätigte, dass das Gesetz manchmal solches Verhalten erreichen kann, auch wenn langsam.

Sein Schicksal war im rechtlichen Sinne gemischt und im reputativen Sinne düster. Die Verurteilung wegen Insiderhandels blieb als bleibender krimineller Makel bestehen, während eine separate Verurteilung wegen falscher Aussagen später aufgehoben wurde. Doch für die Geschichte ist die Unterscheidung weniger wichtig als das Muster, das er repräsentiert: ein CEO, dessen Wissen und Timing zum Zentrum einer Betrugsnarrative wurden, die das Unternehmen selbst überlebte.

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