LifeVantage distributor community
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Die Vertriebsgemeinschaft ist nicht eine Person, sondern gehört im Dokumentarfilm als kollektives Opfer, da der Schaden durch MLM oft über Tausende von kleinen, privaten Verlusten verteilt ist. Die Verkäufer von LifeVantage waren häufig gewöhnliche Menschen, die nach Einkommen, Gesundheitsverbesserung oder beidem suchten. Sie waren keine Abstraktionen; sie waren die Menschen, die für Starterkits bezahlten, an Meetings teilnahmen, Skripte wiederholten und glaubten, dass Ausdauer letztendlich Enthusiasmus in Einnahmen umwandeln würde.
Was diese Gruppe psychologisch wichtig macht, ist, dass sie sich zu Beginn selten als naiv sieht. Die Teilnehmer treten durch Vertrauen ein, nicht durch Illusion. Sie werden von einem Freund, einem Familienmitglied, einem Kontakt aus der Gemeinschaft oder einer professionell aussehenden Präsentation überzeugt, die einen Weg zur Autonomie verspricht. Sie mögen Warnzeichen bemerken, aber sie interpretieren sie als normale Wachstumsbeschwerden oder als Zeichen, dass Erfolg Geduld erfordert.
Der Schaden kommt in Schichten. Einige verlieren direkt Geld durch Inventar und Gebühren. Andere verlieren Zeit, soziales Kapital und die Glaubwürdigkeit, die sie aufgewendet haben, um ihre eigenen Netzwerke zu rekrutieren. Einige erleiden tiefere Schäden, wenn angespannte Beziehungen und Peinlichkeit länger anhalten als der finanzielle Verlust. In MLM-Fällen ist der wirtschaftliche Schaden oft untrennbar mit dem emotionalen verbunden.
Die Vertriebsgemeinschaft zeigt auch, warum diese Unternehmen so langlebig sind. Die Menschen darin sind nicht nur Opfer; sie sind auch die Träger des Systems. Ihr Glaube ist es, der das System lange genug am Leben hält, um sie dem Schaden auszusetzen. Diese doppelte Rolle macht die letztendliche Abrechnung besonders schmerzhaft. Es ist nicht nur so, dass ihnen ein Versprechen verkauft wurde. Es ist, dass sie geholfen haben, es weiterzuverkaufen.
Im Fall von LifeVantage weist das öffentliche Protokoll auf ein vertrautes Muster hin: ein Unternehmen, dessen Wachstumsgeschichte von einer breiten Basis von Teilnehmern abhing, die ermutigt wurden, sich selbst als Unternehmer zu sehen, selbst wenn die wirtschaftlichen Bedingungen viel mehr zugunsten des Unternehmens als des einzelnen Verkäufers waren. Das ist die stille Tragödie des MLM-Modells. Die Verluste sind real, aber sie sind oft so dünn verteilt, dass sie abgetan werden, bis sie zusammengezählt werden.
