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Back to Die Mängel der SEC im Fall Madoff: Wie die Aufsichtsbehörden alles verpassten
ErmittlerU.S. House of Representatives, Congressional oversightUnited States

Marcy Kaptur

1946 - Present

Marcy Kapturs Rolle in der Nachwirkung des Madoff-Skandals war nicht die einer Betrugsjägerin vor Ort, sondern die einer Gesetzgeberin, die nach dem Zusammenbruch ankam, um das Wrack zu hinterfragen. Diese Unterscheidung ist wichtig. Sie deckte nicht Bernard Madoffs Schema auf, noch hatte sie direkt daran Anteil, es zu stoppen. Ihre Bedeutung liegt in dem, was danach kam: dem Moment, in dem Empörung in Aufsicht übersetzt werden musste und in dem das politische System entscheiden musste, ob institutionelle Inkompetenz als Fehler, als Skandal oder als permanenter Makel behandelt werden sollte.

Kaptur, eine erfahrene demokratische Abgeordnete aus Ohio, trat in die Madoff-Geschichte ein, als Teil des Versuchs des Kongresses, Antworten von den Regulierungsbehörden, insbesondere der Securities and Exchange Commission, zu erzwingen, deren Versagen fast ebenso berüchtigt wurde wie der Betrug selbst. In dieser Rolle verkörperte sie einen vertrauten kongresspolitischen Instinkt: Sobald eine Katastrophe sichtbar wird, müssen die Gesetzgeber als fordernd wahrgenommen werden, auch wenn der Schaden bereits angerichtet ist. Ihre Haltung war nicht theatralisch, wie es bei einigen Anhörungen der Fall sein kann. Sie war institutionell, fast anklagend im Ton, jedoch ohne die Macht eines Anklägers. Sie repräsentierte das verspätete Gewissen des Staates und fragte, wie Warnungen übersehen werden konnten, wie rote Fahnen ignoriert werden konnten und wie ein System, das mit dem Schutz der Öffentlichkeit betraut ist, so passiv werden konnte.

Es gibt eine psychologische Logik zu dieser Haltung. Politiker wie Kaptur agieren oft im Raum zwischen Empörung und Pflicht, zwischen der öffentlichen Erwartung, dass jemand zur Verantwortung gezogen werden muss, und der privaten Realität, dass Regierungsversagen in der Regel diffus, bürokratisch und schwer einem einzelnen Bösewicht zuzuschreiben ist. Ihre Rechtfertigung, wie bei vielen Aufsehern, war, dass Licht selbst eine Form der Reparatur ist. Kongressaufsicht kann verlorene Ersparnisse nicht zurückbringen oder Vertrauen wiederherstellen, aber sie kann Institutionen zwingen, öffentlich und protokollarisch zu sprechen, wo Ausweichmanöver schwieriger sind. Im Fall Madoff war das wichtig, weil der Skandal nicht nur um die Täuschung eines Mannes ging; es ging um die moralische Peinlichkeit eines Systems, das gewarnt worden war und dennoch nicht entschlossen handelte.

Doch Kapturs Platz in der Geschichte offenbart auch die Grenzen politischer Verantwortung. Nachträgliche Aufsicht kann Nachlässigkeit aufdecken, aber sie kann den tiefergehenden Schaden nicht ungeschehen machen: die erschöpften Rentenfonds, die destabilisierten Wohltätigkeitsorganisationen, die Familien, die gezwungen waren, ihr Leben um ein durch institutionelles Versagen geschaffenes Vakuum neu aufzubauen. In diesem Sinne war ihre Rolle sowohl notwendig als auch unzureichend. Notwendig, weil die demokratische Legitimität von öffentlicher Abrechnung abhängt. Unzureichend, weil Abrechnung nicht dasselbe ist wie Heilung.

Der Widerspruch im Herzen dieser Art von öffentlichem Dienst ist, dass Gesetzgeber am stärksten erscheinen, wenn sie am wenigsten in der Lage sind, das bereits Geschehene zu ändern. Kapturs Präsenz in der Nachwirkung des Madoff-Skandals spiegelt diese Spannung wider. Sie stand für Wachsamkeit, aber in einem Fall, der durch übersehene Warnzeichen definiert war, kam die Wachsamkeit zu spät. Die Kosten dieser Verzögerung trugen zuerst die Opfer, dann die Regulierungsbehörden und schließlich die Glaubwürdigkeit der Institutionen, die behaupteten, die Öffentlichkeit zu schützen. Kapturs Beitrag bestand darin, darauf zu bestehen, dass das Versagen benannt, dokumentiert und erinnert wird.

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