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Back to Martin Frankel: Der Einsiedler, der Versicherungsgesellschaften ausplĂĽnderte
TäterOwner and controller of insurance-related entitiesUnited States

Martin Frankel

1950 - Present

Martin Frankel nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte des Betrugs ein: nicht als lauter Schausteller, sondern als innerer Akteur. Er ist der Typ Angeklagter, dessen öffentliches Bild fast einen negativen Raum einnimmt, definiert durch das, was er vermied. Er benötigte keine Stadionmenge oder einen Personenkult. Laut den Staatsanwälten benötigte er Distanz, Komplexität und Zeit. Diese Vorliebe für Verschleierung war nicht zufällig mit dem Betrug verbunden; sie war der emotionale Motor des Betrugs.

Frankels Psychologie, wie sie aus den Aufzeichnungen und Berichten hervorgeht, deutet auf einen Mann hin, für den Kontrolle eine Reaktion auf Verwundbarkeit war. In der Presse wurde er als zurückgezogen und äußerst privat beschrieben, mit Berichten über eine Todesangst, die seiner Suche nach Isolation eine dunklere Logik verlieh. Während andere Betrüger Bewunderung suchen, scheint Frankel Unverwundbarkeit angestrebt zu haben. Versicherungsunternehmen waren ein perfektes Vehikel für dieses Streben, da sie Vermögenswerte hielten, die dazu bestimmt waren, über den unmittelbaren Gebrauch hinaus zu bestehen. Er wollte nicht nur Geld. Er wollte die Macht, das Geld anderer Menschen in eine Struktur zu bringen, die er kontrollieren konnte.

Was ihn unterscheidet, ist die Strenge der Methode. Es gibt wenig Beweise für die Extravaganz, die oft mit Wirtschaftskriminalität einhergeht. Stattdessen gibt es Eigentum, Hebelwirkung und die Umwandlung langweiliger Institutionen in verborgene Reservoirs. Dieser Stil macht ihn gefährlicher als die Karikatur eines Betrügers. Er macht ihn auch schwerer zu erkennen. Ein Mann, der langweilig wirkt, erhält oft mehr Spielraum als ein Mann, der hungrig aussieht.

Sein Schicksal war entscheidend. Vor einem Bundesgericht wurde er 2002 wegen mehrfacher Anklagepunkte verurteilt, und das daraus resultierende Urteil spiegelte das Ausmaß der Plünderung wider. Aber das psychologische Porträt ist wichtig, weil es hilft zu erklären, warum das Schema die Form annahm, die es hatte. Frankel scheint von der Idee getrieben worden zu sein, dass, wenn er nur die Strukturen um ihn herum – Regulierungsbehörden, Prüfer, Eigentumsschichten, religiöse Legitimität – meistern könnte, dann die Konsequenz selbst verzögert oder abgelenkt werden könnte.

Die Tragödie des Falls ist, dass sein Wunsch, Unsicherheit zu kontrollieren, enorme Unsicherheit für alle anderen schuf. Die sehr Rücklagen, die dazu bestimmt waren, die Versicherungsnehmer zu schützen, wurden zu einer Quelle privater Macht. Am Ende transcendierte Frankel nicht die Sterblichkeit oder brach zusammen. Er offenbarte einfach, wie eine Person, die Angst hat, die Kontrolle zu verlieren, langfristigen Schaden anrichten kann, während sie versucht, diese Kontrolle zu bewahren.

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