Patrick Cox
1932 - Present
Patrick Cox war von Bedeutung, weil Betrug, insbesondere in diesem Ausmaß, selten allein von Diebstahl überlebt. Er überlebt durch die geliehene Aura der Legitimität, und Cox stellte die Art von Verbindung dar, die einem fragwürdigen Unternehmen das Erscheinungsbild von sozialer und institutioneller Akzeptanz verleihen konnte. Er war ein ehemaliger Banker des Vatikans, eine Figur, deren Präsenz im Umfeld von Frankel den Journalisten und Ermittlern einen überzeugenden Hinweis darauf gab, wie Respektabilität hergestellt werden kann.
Ein Ermöglicher in einem solchen Fall ist nicht immer jemand, der wissentlich an jedem kriminellen Detail teilnimmt. Manchmal ist die Rolle enger und gefährlicher: eine Brücke zwischen einem verdächtigen Betreiber und einer Welt zu schaffen, die annimmt, dass bestimmte Namen, Zugehörigkeiten oder Titel bereits überprüft wurden. Cox' Bedeutung liegt in dieser Brückenfunktion. Die öffentlichen Aufzeichnungen zeigen, dass Frankel nach vatikanbezogener Legitimität strebte; Cox war Teil des Ökosystems, das eine solche Taktik plausibel machte.
Psychologisch bewohnen solche Figuren oft einen Graubereich zwischen Selbstwichtigkeit und Selbstschutz. Sie glauben möglicherweise, dass sie lediglich Einführungen erleichtern oder Beziehungen arrangieren, nicht das Vertrauen selbst waschen. Doch in einem Betrug ist Vertrauen die Ware. Einmal geliehen, kann es wiederverkauft werden, als ob es sich um Due Diligence handelte. Cox' Verbindung zu dem Fall hebt eine wiederkehrende Pathologie in der Elitefinanz hervor: die Art und Weise, wie institutionelle Herkunft zu einer Maske werden kann.
Sein Schicksal in der historischen Erzählung ist ambivalenter als das von Frankel. Er war nicht der Hauptdiebstahl, erscheint jedoch in den dokumentarischen Aufzeichnungen als Teil der reputationsbildenden Architektur rund um das Schema. Das macht ihn wertvoll zum Verständnis, denn viele Betrügereien hängen von Personen ab, deren Namen nicht in der Anklage stehen, deren Präsenz jedoch den Skeptizismus unterdrückt. Die ermöglichende Klasse im Wirtschaftskriminalität verschwindet oft am Rand der Geschichte; das sollte nicht so sein.
Cox hilft, die These des Falls zu erklären. Frankel plünderte nicht nur Versicherer. Er versuchte, die Welt davon zu überzeugen, dass die Operation von Institutionen gesegnet worden war, die größer waren als er selbst. Männer wie Cox waren die Nahtstelle, an der diese Geschichte zusammengenäht werden konnte.
