The Fraud ArchiveThe Fraud Archive
Back to Allen Stanfords Cricket-Betrug: Sport als Betrugsvehikel
Opfer / Anspruchsteller auf der EmpfängerseiteStanford investor / claims processUnited States

Robert J. Miller

? - Present

Robert J. Miller repräsentiert die gewöhnliche Anlegerklasse, die Stanford’s Betrug möglich machte und dann die Konsequenzen erleiden musste. Öffentliche Anspruchsunterlagen aus großen Ponzi-Fällen zeigen oft ein Muster: Rentner, Fachleute, Geschäftsinhaber und Teilnehmer an Familienstiftungen, die glaubten, sie würden konservative Instrumente erwerben, anstatt eine private Illusion zu finanzieren. Miller wird am besten nicht als einzigartige Figur verstanden, sondern als Stellvertreter für die Tausenden, deren Namen nach dem Zusammenbruch in den Anspruchsverfahren auftauchten.

Der psychologische Schaden für Opfer wie ihn ist zweifach. Zunächst ist da der finanzielle Verlust selbst, der in der Rente oder bei der Nachlassplanung verheerend sein kann. Zweitens ist da die korrosive Erkenntnis, dass Vorsicht sie nicht geschützt hat. Stanfords Operation hatte teilweise Erfolg, weil sie das Kostüm der Vorsicht trug: Offshore-Banking, wie geprüft aussehende Aussagen, institutionelle Sponsoren und der beruhigende Ton der internationalen Finanzen. Menschen, die glaubten, vorsichtig zu sein, entdeckten, dass ihre Vorsicht gegen sie verwendet worden war.

Opfer in solchen Fällen tragen oft eine Last, die rechtliche Mittel nicht beseitigen können: das Gefühl, dass sie es hätten wissen müssen. Dieses Gefühl verstärkt sich, wenn der Betrug öffentliche Prestige nutzte, wie Stanford es durch Cricket tat. Ein Opfer könnte sich fragen, warum ein Mann, der Lord’s sponsert, auch einen Betrug betreiben könnte. Die Antwort ist leider, dass Betrüger genau wissen, wie sie Symbole ausnutzen können, die Skepsis unterdrücken.

Millers Bedeutung ist auch dokumentarisch. Massenbetrugsfälle werden durch Ansprüche, eidesstattliche Erklärungen und die Verwaltung der Gerichte lesbar, wo der abstrakte Verlust zu einer Liste von Personen wird. Diese Liste stellt das Geld nicht wieder her, aber sie verhindert, dass der Betrug auf eine Geschichte über einen alleinstehenden Bösewicht reduziert wird. Sie erinnert die Leser daran, dass das eigentliche Verbrechen nicht nur darin besteht, dass Stanford gelogen hat. Es ist, dass die Lüge so gewöhnlich gemacht wurde, dass gewöhnliche Menschen ihr vertrauen konnten.

In der Folge werden Opfer wie Miller zum Maßstab für die Grenzen der Entschädigung. Ein Urteil kann lang sein und ein Verwalter kann Vermögenswerte zurückgewinnen, aber das Vertrauen, das einmal in so vielen Haushalten gebrochen wurde, ist etwas, das das Rechtssystem nicht vollständig wiederherstellen kann.

Frauds