The Fraud ArchiveThe Fraud Archive
Back to Home
Bank Fraud

Forex-Kollusion: 'Das Kartell', das die Währungsmärkte manipulierte

Im fluoreszierenden Schweigen der globalen Handelsräume verwandelte eine Handvoll Banker einen Referenzzinssatz in einen privaten Markt und nannte den Raum "Das Kartell" – bis die Chatprotokolle, Geldstrafen und Schuldbekenntnisse aufdeckten, wie weit der feste Zinssatz gebogen werden konnte, bevor er brach.

2007 - 2013Europe2007–2013

Quick Facts

Period
2007 - 2013
Region
Europe
Key Figures
Barclays FX Desk Participants, US Department of Justice and Commodity Futures Trading Commission investigators, JPMorgan FX Traders and Supervisory Chain +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Benchmark-sensible Devisenhandel erweitert sich

**2007-01** — In großen Banken nutzen die Devisenhandelsabteilungen zunehmend den WM/Reuters-Fix als Referenzpunkt für die Ausführung großer Kundenaufträge. Die strukturelle Bedeutung des Benchmarks schafft eine wiederkehrende Gelegenheit für Händler, den Preis innerhalb eines bekannten Zeitfensters zu beeinflussen.

Private Koordination setzt sich durch

**2008-06** — Händler bei mehreren globalen Banken beginnen, elektronische Kommunikationsmittel zu nutzen, um sich um den Fix zu koordinieren, so die späteren Erkenntnisse der Strafverfolgung. Die informellen Austauschformen entwickeln sich zu einem wiederholten Muster anstatt zu isolierten Fehlverhalten.

Bedenken hinsichtlich Marktmissbrauchs beginnen aufzukommen

**2009-02** — Regulierungsbehörden und Marktteilnehmer in mehreren Jurisdiktionen beginnen, der Benchmark-Setzung und dem Handelsverhalten größere Aufmerksamkeit zu schenken. Was zuvor als normales Geschäft angesehen wurde, wird nun zunehmend durch die Linse der Manipulation betrachtet.

Ermittler sammeln Chatprotokolle und Handelsaufzeichnungen

**2013-01** — Während die formalen Ermittlungen sich ausweiten, erhalten die Behörden elektronische Kommunikationen und Transaktionsdaten, die es ihnen ermöglichen, Händlernachrichten mit benchmark-sensitiven Flüssen zu vergleichen. Die Beweise beginnen, ein Muster über die Institutionen hinweg zu zeigen.

SEC und CFTC reichen FX-bezogene Klagen ein

**2013-12-12** — US-Regulierungsbehörden wechseln von einer Untersuchung zu öffentlichen Durchsetzungsmaßnahmen, wodurch die Vorwürfe der Manipulation schwieriger innerhalb der rechtlichen Teams der Banken zu kontrollieren sind. Die eingereichten Unterlagen helfen, das Verhalten als ein Problem der Marktintegrität zu definieren, anstatt als eine Reihe isolierter Compliance-Fehler.

Erste Welle bedeutender Bankenvergleiche angekündigt

**2014-11-12** — Mehrere globale Banken kündigen hohe Strafen im Zusammenhang mit Fehlverhalten im Devisenhandel an, und die Öffentlichkeit erfährt von dem Ausmaß der Ermittlungen zu Benchmark-Missbrauch. Die Vergleiche belaufen sich auf Milliarden und bestätigen, dass das Problem systemisch geworden ist.

Das DOJ kündigt strafrechtliche Schuldbekenntnisse an

**2015-05-20** — Das US-Justizministerium sichert sich Schuldbekenntnisse von mehreren Devisenhändlern, wodurch dem Skandal strafrechtliches Gewicht über administrative Strafen hinaus verliehen wird. Die Bekenntnisse bestätigen, dass das Verhalten nicht lediglich eine zivilrechtliche Compliance-Angelegenheit war.

Zusätzliche Durchsetzungsmaßnahmen lösen den Grundsatzfall.

**2015-10-20** — Weitere Vergleiche und Zugeständnisse erhöhen die Kosten der Untersuchung zur Währungsmanipulation. Die kumulierten Strafen und Verpflichtungen zur Wiedergutmachung zeigen, wie tief das Fehlverhalten in den Banken und Jurisdiktionen verwurzelt war.

Kontrollreformen und Überwachungsaufwertungen beschleunigen sich

**2016-02** — Banken überarbeiten die Chatüberwachung, setzen Benchmark-Verfahren um und führen Überwachungen als Reaktion auf den Skandal durch. Die Reformen sind ein Versuch, zu beweisen, dass die Branche die Lektionen gelernt hat, die von den Aufsichtsbehörden gefordert wurden.

Die Überprüfung des Marktverhaltens bleibt aktiv.

**2017-07** — Selbst nach den bedeutenden Vergleichen setzen die Aufsichtsbehörden ihre Untersuchungen fort, wie der Missbrauch von Benchmarks so lange bestehen bleiben konnte. Der Fall wird zu einem Bezugspunkt in umfassenderen Debatten über elektronische Kommunikation und Marktintegrität.

Die Bemühungen um Rückerstattung und Wiedergutmachung setzen sich fort.

**2018-01** — Entschädigungsmechanismen, Anspruchsverfahren und Wiedergutmachungsprogramme arbeiten weiterhin an den Folgen des FX-Skandals. Viele geschädigte Kunden sehen sich nach wie vor der Schwierigkeit gegenüber, Verluste zu quantifizieren, die sich über Jahre des Handels erstrecken.

Der Skandal geht in die Geschichtsbücher ein

**2019-12** — Die FX-Kollusionsfälle werden nun als ein prägendes Beispiel für Marktmanipulation in der Zeit nach der Krise verstanden. Die öffentliche Aufzeichnung stellt 'Das Kartell' als ein Symbol dafür dar, wie die Elite-Finanzwelt offen koordinieren kann.

Sources

Explore Related Archives

Financial fraud has toppled companies, entangled governments, and exploited trust across borders. Explore the broader context through our sister archives.