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Bank Fraud

Société Générale und Jérôme Kerviel: Der größte Verlust eines rogue traders

Ein Junior-Trader sollte einige Marktverzerrungen schlichten. Stattdessen versteckte er einen Berg von nicht autorisierten Futures-Wetten, die so groß waren, dass sie die Bilanz Frankreichs beeinflussen konnten, als sie auseinanderbrachen.

2006 - 2008Europe2006–2008

Quick Facts

Period
2006 - 2008
Region
Europe
Key Figures
Christine Lagarde, Daniel Bouton, Jean-Pierre Mustier +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Geburt von Jérôme Kerviel

**1977-01-11** — Jérôme Kerviel wurde in Pont-l’Abbé, Bretagne, geboren. Seine Herkunft wurde später Teil der öffentlichen Geschichte, da sie verdeutlichte, wie weit er von der Pariser Elitekultur des Investmentbankings entfernt war.

Kerviel tritt der Société Générale bei

**2000-01** — Er trat in die Société Générale ein und arbeitete schließlich am Delta One Desk. Die Handelsinfrastruktur der Bank verschaffte ihm Zugang zu Systemen, die verwendet werden konnten, um Positionen einzugeben, auszugleichen und zu verschleiern.

Unbefugtes Aufbauen von Positionen beginnt

**2006-01** — Laut späteren Gerichtsverfahren und dem Konto der Bank begann Kerviel, unbefugte Marktexpositionen anzuhäufen, während er diese mit ausgleichenden Geschäften verschleierte. An diesem Punkt verwandelte sich die gewöhnliche Handelsaktivität in verdeckte Risikobereitschaft.

Interne Verschleierung setzt sich fort

**2007-01** — Das verborgene Buch erweiterte sich durch wiederholte fiktive oder ausgleichende Geschäfte und Manipulation interner Prozesse. Die Aktivität blieb lange genug innerhalb der Systeme der Bank, um einer sofortigen Entdeckung zu entgehen.

Anomalien geraten unter die Lupe

**2008-01-18** — Die internen Kontrollen und Überprüfungen der Bank begannen, sich auf verdächtige Aktivitäten in Kerviels Buch zu konzentrieren. Öffentliche Berichterstattung und spätere Berichte deuten darauf hin, dass die Überprüfung vor der endgültigen Offenlegung intensiviert wurde.

Société Générale gibt massive unautorisierte Positionen bekannt

**2008-01-24** — Die Bank gab bekannt, dass sie unautorisierte Positionen mit einem nominalen Wert von etwa 50 Milliarden Euro aufgedeckt hatte. Die Offenlegung verwandelte ein internes Kontrollversagen in einen internationalen Bankenskandal.

Positionen werden schnell abgebaut.

**2008-01-26** — Die Société Générale eilte, die versteckten Positionen in volatilen Märkten abzubauen. Der Rückbau führte zu dem Verlust, der öffentlich mit etwa 4,9 Milliarden Euro identifiziert wurde.

Kerviel wird festgenommen und die strafrechtliche Untersuchung vertieft sich.

**2008-02** — Die französischen Behörden wechselten von einem Marktskandal zu einer strafrechtlichen Untersuchung. Der Fall entwickelte sich hin zu formellen Anklagen wegen Vertrauensbruchs, fälschungsbezogenem Verhalten und Missbrauch interner Systeme.

Formelle Anklagen werden in Frankreich erhoben

**2009-02** — Die Staatsanwälte brachten den Fall durch das französische Strafrechtssystem voran. Die Vorwürfe konzentrierten sich auf unbefugten Handel, falsche Dokumentation und Verschleierung von Risiken.

Das Pariser Gericht verurteilt Kerviel

**2010-10-05** — Ein Pariser Strafgericht befand Kerviel für schuldig und verhängte eine Gefängnisstrafe. Das Urteil stellte die rechtliche Feststellung auf, dass er absichtlich Kontrollen umgangen und über sein Mandat hinaus gehandelt hatte.

Berufungen und Schadensfragen bleiben weiterhin bestehen

**2014-03** — Berufungsverfahren und zivilrechtliche Auseinandersetzungen haben weiterhin die finanziellen Konsequenzen des Falls umgestaltet. Der Rechtsstreit über Schadensersatz dauerte Jahre länger als der ursprüngliche Skandal.

Zivile Rückforderung und öffentliches Erbe bleiben ungelöst

**2016-09** — Die Société Générale setzte die Bemühungen um eine Rückforderung fort, und der Fall blieb ein Prüfstein für Diskussionen über Kontrollversagen von Banken. Das umfassendere Erbe war nun institutioneller Natur: Risikobewertung, interne Kontrollen und Prävention von unautorisierten Handelsaktivitäten.

Sources

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