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Back to Nick Leeson und der Zusammenbruch der Barings Bank
Ermittler / RegulierungsbehördeBank of EnglandUnited Kingdom

Sir Andrew Large

1948 - Present

Sir Andrew Large wurde eng mit der regulatorischen Reflexion verbunden, die auf den Zusammenbruch von Barings folgte, einer der prägendsten finanziellen Katastrophen der modernen Ära. In den Trümmern, die Nick Leesons verborgenes Handelsbuch hinterließ, trat Large nicht als Jäger auf, der den Betrug rechtzeitig gestoppt hat, sondern als Interpret des institutionellen Versagens danach. Diese Unterscheidung ist von Bedeutung. Seine Karriere bewegt sich im unangenehmen Raum, in dem das öffentliche Vertrauen bereits gebrochen ist und die Aufgabe des Regulators darin besteht, die Lehre zu erklären, zu organisieren und zu verfestigen, bevor die Erinnerung verblasst.

Bei der Bank of England war Large Teil der Maschinerie, die versuchte, zu verstehen, wie eine angesehene Institution durch die verdeckten Positionen eines einzelnen Mitarbeiters zu Fall gebracht werden konnte. Die Geschichte von Barings offenbarte eine Bank, die Vertrautheit mit Kontrolle und Vertrauen mit Aufsicht verwechselt hatte. Larges Bedeutung lag darin, dabei zu helfen, diese Peinlichkeit in politische Sprache zu übersetzen: Trennung der Aufgaben, unabhängige Aufsicht, glaubwürdige Berichtslinien und das Prinzip, dass niemand sowohl den Handel als auch die Geschichte, die über den Handel erzählt wird, kontrollieren sollte. In diesem Sinne half er, das institutionelle Gedächtnis des Zusammenbruchs aufzubauen.

Doch es gibt einen psychologischen Preis für diese Art von Arbeit, der oft übersehen wird. Regulatoren in Skandalfällen werden gebeten, zwei Lasten gleichzeitig zu tragen: für das verantwortlich gemacht zu werden, was sie nicht entdeckt haben, und Reformen zu produzieren, die das nächste Versagen weniger wahrscheinlich machen. Das schafft eine eigentümliche moralische Atmosphäre. Die Öffentlichkeit verlangt nach Gewissheit; die Institution will sich erholen; der Regulator hat die Aufgabe, Scham in Architektur zu verwandeln. Larges berufliche Rolle gehörte zu diesem schwierigen Terrain. Seine Autorität kam aus Zurückhaltung, nicht aus Dramatik. Er war Teil des postmortalen Denkens des Systems, die Person, die damit beauftragt war, Katastrophen in ein Regelwerk zu verwandeln, ohne vorzugeben, dass Regelwerke Risiken abschaffen können.

Die Widersprüche sind zentral für seine Bedeutung. Öffentlich erscheint der Regulator als Hüter von Disziplin und Vorsicht. Privat erfordert die Arbeit die Akzeptanz von Unsicherheit, Kompromissen und das Wissen, dass Prävention niemals vollständig ist. Larges Welt war eine, in der jede Sicherheitsmaßnahme weiterhin von menschlichem Urteil abhing und jedes Urteil die Möglichkeit eines Fehlers in sich trug. Er musste in der Sprache des Vertrauens sprechen, während er im Wissen um die Grenzen arbeitete.

Die Kosten von Barings waren enorm für die Mitarbeiter der Bank, Gläubiger, Geschäftspartner und den breiteren Ruf der Londoner Finanzwelt. Doch die Kosten erreichten auch die Regulatoren selbst, die die Lehre absorbieren mussten, dass Aufsicht formal korrekt und praktisch unzureichend sein kann. Larges Beitrag bestand darin, diese Lehre dauerhaft zu machen. Wenn seine Karriere ein moralisches Zentrum hat, dann ist es dieses: Finanzinstitute werden nicht nur durch unberechenbare Händler zerstört, sondern durch die Systeme, die es einer einzelnen Person ermöglichen, zu nah am Handel, den Aufzeichnungen und der Erklärung zu sein.

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