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Bank Fraud

Nick Leeson und der Zusammenbruch der Barings Bank

Ein Junior-Händler in Singapur fand die Schwachstelle in den Abwehrmechanismen der Barings Bank und zog weiter, bis die älteste Handelsbank Großbritanniens in seinen Händen zerfiel. Die Frage ist nicht nur, wie er das Geld verlor, sondern auch, warum alle um ihn herum das sich vergrößernde Loch für Gewinn hielten.

1992 - 1995Europe1992–1995

Quick Facts

Period
1992 - 1995
Region
Europe
Key Figures
David Lascelles, Nick Leeson, Peter Norris +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Leeson nach Singapur geschickt

**1989-01** — Nick Leeson wird von Barings nach Singapur entsandt, um in der Futures-Abteilung zu arbeiten, die mit SIMEX verbunden ist. Dieser Schritt versetzt ihn weit weg von Londons direkter Aufsicht und in ein Marktumfeld, das später katastrophale Verluste verbergen wird.

Unbefugte Positionen beginnen

**1992-01** — Laut späteren Verfahren und Berichterstattungen beginnen Verluste sich in verdeckten Handelspositionen anzusammeln, anstatt offengelegt zu werden. Die verborgene Exposition wird in interne Buchhaltungsstrukturen geleitet, die den Handel als profitabel erscheinen lassen.

Das Konto 88888 wird zentral.

**1992-12** — Das versteckte Fehlerkonto mit der Nummer 88888 wird verwendet, um Verluste zu absorbieren und den tatsächlichen Zustand des Handelsbuchs zu verschleiern. Es wird zum zentralen Speicher für die Verschleierung, die es der Operation ermöglicht, fortzufahren.

Berichtete Gewinne stützen das Vertrauen

**1993-06** — Die Führung von Barings sieht anscheinend starke Ergebnisse aus Singapur und vertraut weiterhin dem Handelstisch. Die berichteten Gewinne liefern sozialen Beweis, der die Überprüfung verzögert und es den verborgenen Verlusten ermöglicht, sich zu vertiefen.

Die Exposition wächst im Schutz der Routine

**1994-09** — Die versteckten Positionen erweitern sich und erfordern zunehmend aktive Pflege durch Abstimmungen und Papierkram. Der Betrug wird zu einer täglichen operativen Belastung anstatt zu einem einmaligen verdeckten Fehler.

Kobe-Erdbeben trifft Märkte

**1995-01-17** — Das Erdbeben in Kobe führt zu Volatilität bei japanischen Futures und verschärft die wirtschaftlichen Bedingungen von Leesons Positionen erheblich. Der Marktschock verwandelt ein verborgenes Problem in eine Krise, die nicht länger stillschweigend bewältigt werden kann.

Leeson verlässt Singapur

**1995-02-23** — Leeson verlässt Singapur, als das Ausmaß der Verluste unüberschaubar wird. Sein Abgang markiert den Punkt, an dem die versteckte Position effektiv irreparabel ist.

Barings warnt vor katastrophalen Verlusten

**1995-02-26** — Barings gibt bekannt, dass ihre Niederlassung in Singapur Verluste erlitten hat, die die Solvenz der Bank gefährden. Der Markt beginnt zu erkennen, dass eine große Institution aufgrund eines versteckten Handelsbuchs auseinanderfällt.

Bank wird zahlungsunfähig

**1995-02-27** — Barings tritt in Insolvenzverfahren ein, nachdem das Ausmaß der Verluste öffentlich wird. Der Zusammenbruch der Bank zeigt, wie ein unkontrolliertes Handelsbuch eine jahrhundertealte Institution zerstören kann.

Leeson in Frankfurt verhaftet

**1995-03** — Leeson wird festgenommen, nachdem er Singapur verlassen hat, und später zurückgebracht, um sich den Verfahren zu stellen. Die Festnahme verwandelt den Zusammenbruch in einen Straffall mit einem benannten Angeklagten.

Verurteilt in Singapur

**1995-11-02** — Leeson gesteht die Anklagen im Zusammenhang mit Betrug und falscher Buchführung und erhält eine Haftstrafe von sechseinhalb Jahren. Das Urteil formalisiert seine Verantwortung, während gleichzeitig umfassendere institutionelle Versäumnisse weiterhin unter Beobachtung stehen.

Barings wurde für 1 £ verkauft.

**1995-12** — Die gescheiterte Bank wird für einen nominalen Betrag an die ING verkauft, was die totale Zerstörung des Aktionärswerts dokumentiert. Der Verkauf schließt ein Kapitel des Zusammenbruchs, während die daraus gewonnenen Lehren beginnen, die Bankenaufsicht neu zu gestalten.

Sources

  • congressional_hearing
    UK Parliament, House of Commons Treasury and Civil Service Committee, 'The Collapse of Barings'

    Official parliamentary inquiry into the failure of Barings Bank.

  • regulatory_report
    Bank of England, Board of Banking Supervision Report on the Collapse of Barings

    Primary regulatory report on the causes of the collapse.

  • court_document
    Singapore High Court criminal proceedings against Nick Leeson (1995)

    Criminal case that ended in Leeson’s guilty plea and sentencing.

  • court_document
    Barings plc insolvency and sale documents, 1995

    Insolvency and transaction records surrounding the bank’s sale to ING.

  • journalism
    The Guardian, contemporaneous reporting on the Barings collapse, 1995

    Primary press coverage of the bank’s failure and Leeson’s capture.

  • journalism
    The Wall Street Journal, coverage of the Barings loss and rogue trading case, 1995

    Business press reporting on the market impact and supervisory failures.

  • journalism
    The New York Times, reporting on Barings Bank’s collapse, 1995

    International coverage of the bank’s insolvency and market reaction.

  • book
    Nick Leeson, Rogue Trader (1996)

    Leeson’s own memoir, useful but self-serving; should be read critically.

  • book
    Diana B. Henriques, The Wizard of Lies (2011)

    Contains comparative context on fraud, control failures, and institutional blindness.

  • book
    Erik Calonius, The Big Short? Not applicable—use instead Erik Calonius, The Last Trading Day (1999)

    Narrative history of the Barings collapse and its trading dynamics.

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