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Historical Schemes

Die Südsee-Blase: Wie England 1720 den Verstand verlor

Im Jahr 1720 entdeckte England, dass die Grenze zwischen öffentlicher Finanzierung und privatem Betrug durch das Parlament selbst verwischt werden kann – und dass eine steigende Aktie zu einer nationalen Illusion werden kann, wenn die Regierung hilft, die Geschichte zu schreiben.

1711 - 1720Europe1711–1720

Quick Facts

Period
1711 - 1720
Region
Europe
Key Figures
John Aislabie, John Blunt, Robert Harley +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Gründung der South Sea Company

**1711** — Das Unternehmen wird durch einen Parlamentsakt gegründet, um einen Teil der nationalen Schulden Großbritanniens zu verwalten. Seine Satzung verleiht ihm eine offizielle Aura, die sich später als zentral für die spekulative Manie erweisen wird.

Frieden von Utrecht und Handelserwartungen

**1713** — Die Aussichten des Unternehmens sind an Annahmen über das spanische Amerika und die Nachkriegsordnung gebunden. In der Praxis bleibt das kommerzielle Versprechen eingeschränkt, doch die Erzählung vom imperialen Profit gewinnt an Stärke.

Schuldumwandlungsprogramm erweitert

**1719** — Das Unternehmen erhält Unterstützung für einen größeren Schuldenumwandlungsplan, der mehr öffentliche Aufmerksamkeit erregt und staatliche Verpflichtungen in eine Markengeschichte umwandelt. Die Struktur trägt dazu bei, den späteren Anstieg der Aktienkurse voranzutreiben.

Aktienpromotion beschleunigt

**1720-01** — Abonnements und Aktivitäten auf dem Sekundärmarkt steigen stark an, da Minister, Broker und Eliten das Unternehmen als nationalen Favoriten behandeln. Der soziale Beweis der Unterstützung durch hochrangige Personen wird Teil des Angebots.

Spitzenmanie und Finanzengineering

**1720-06** — Die Bewertung des Unternehmens steigt auf außergewöhnliche Höhen, während neue Finanzierungsvereinbarungen die Nachfrage aufrechterhalten. Die technische Struktur hängt von anhaltendem Vertrauen und wachsender Beteiligung ab.

Warnungen und Überprüfungen Intensivieren Sich

**1720-08** — Kritiker beginnen, die Nachhaltigkeit des Aktienkurses und die zugrunde liegenden Handelsaussichten des Unternehmens in Frage zu stellen. Die Spannung steigt, während der Markt anfängt, unter seinen eigenen Erwartungen zu wanken.

Marktvertrauen bricht zusammen

**1720-09** — Aktien beginnen zu fallen, während der Druck auf Rücknahmen und die Angst der Investoren sich in London ausbreiten. Der Zusammenbruch wechselt von Gerücht zu Tatsache und offenbart die Fragilität der gesamten Struktur.

Das Parlament beginnt eine formelle Untersuchung

**1720-12** — Mitglieder des Parlaments untersuchen die Rolle von Direktoren und Beamten, einschließlich Vorwürfen von Bestechung und Missbrauch von Einfluss. Der Skandal wandelt sich von einem Marktversagen hin zu staatlicher Verantwortung.

Vermögensbeschlagnahmen und Strafmaßnahmen

**1721-01** — Die Behörden gehen gegen einige Insider vor, indem sie Beschlagnahmungen und Strafen verhängen, die darauf abzielen, das öffentliche Vertrauen wiederherzustellen. Die Reaktion signalisiert, dass die Krise nun als nationales politisches Verbrechen behandelt wird.

Öffentliche Buchhaltung der Blase

**1721-03** — Der Skandal wird in parlamentarischen und öffentlichen Diskursen vollständig als die Südseeblase bezeichnet. Geschichtsschreiber beginnen, das Ausmaß der Korruption zu identifizieren, die ihn unterstützte.

Nach dem Crash: Reformen und Schuldenmanagement

**1721-06** — Die Regierung reorganisiert den Umgang mit der nationalen Verschuldung und versucht, das Vertrauen in die öffentlichen Finanzen zu stabilisieren. Diese Episode trägt zu einer längeren Kultur der Vorsicht in Bezug auf finanzielle Werbung und staatliche Billigung bei.

Robert Harley stirbt

**1724** — Harleys Tod schließt ein politisches Kapitel, das mit dem Umfeld verbunden ist, in dem das Südsee-System entstand. Sein Erbe bleibt eng verknüpft mit dem Gebrauch von Staatskrediten und Patronage in dieser Ära.

Sources

  • primary_source_history
    Parliamentary History of the South Sea Bubble

    Historical parliamentary records and accounts surrounding the 1720 inquiry.

  • book
    The South Sea Bubble: An Economic History of Its Origins and Consequences

    Standard scholarly treatment of the bubble and its political-financial context.

  • book
    John Carswell, The South Sea Bubble

    Classic narrative history of the crisis and its aftermath.

  • book
    Larry Neal, The Rise of Financial Capitalism: International Capital Markets in the Age of Reason

    Economic context for early modern credit markets and speculative finance.

  • primary_source
    The London Gazette reports and official notices on company affairs, 1720

    Contemporary public notices relevant to the South Sea crisis.

  • congressional_hearing
    House of Commons Journal and committee proceedings relating to the South Sea Company

    Formal parliamentary proceedings and inquiry records.

  • archive
    National Archives, South Sea Company and Treasury records

    Primary archival materials on debt conversion and company operations.

  • reference
    Encyclopaedia Britannica, 'South Sea Bubble'

    Accessible overview with key dates and figures.

  • reference
    Oxford Dictionary of National Biography entries for John Blunt, Robert Harley, and John Aislabie

    Biographical details for principal figures.

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