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Bank Fraud

Kweku Adoboli: UBSs Gespenstisches Risiko

Am UBS-Handelsdesk in London verwandelte Kweku Adoboli ein Risikobuch in einen Versteck, indem er fiktive Absicherungen aufbaute, um Verluste zu verschleiern, die weiter wuchsen, bis die Bank nicht mehr so tun konnte, als wären sie unrealistisch. Die Frage ist nicht nur, wie ein einzelner Händler dies tat, sondern wie ein globales Unternehmen sich selbst beibrachte, das Offensichtliche zu übersehen.

2008 - 2011Europe2008–2011

Quick Facts

Period
2008 - 2011
Region
Europe
Key Figures
John Hitchins, Kweku Adoboli, Martin Liechti +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

UBS stellt das Vertrauen in den Handel nach der Kreditkrise wieder her

**2008-01** — Nachdem die Banken nach der Krise ihre Handelsgeschäfte umgestaltet hatten, wurde von den Handelsabteilungen erwartet, dass sie Einnahmen generieren, während sie unter strengerer Aufsicht arbeiteten. Das Umfeld belohnte Präzision auf dem Papier und Widerstandsfähigkeit in der Öffentlichkeit, selbst als die Institutionen mit Komplexität und Druck zu kämpfen hatten.

Adoboli tritt dem ETF-Handelstisch bei

**2008-12** — Kweku Adoboli arbeitete an der Handelsabteilung für börsennotierte Fonds von UBS in London, wo das Positionsmanagement von schneller Berichterstattung und Vertrauen in die interne Kontrollumgebung abhing. Seine Rolle brachte ihn in die Nähe des Handelsbuchs, das später zum Zentrum des Betrugs werden sollte.

Die ersten verdeckten Geschäfte beginnen, die Exposition zu verschleiern.

**2009-01** — Laut späteren Strafverfahren begann die Verschleierung mit gefälschten oder falsch dargestellten Gegenbuchungen, die die Bücher so erscheinen ließen, als wären sie abgesichert, obwohl dies nicht der Fall war. Dies war die erste Phase eines Systems, das wiederholte Fälschungen erforderte, um zu überleben.

Die verdeckte Position wächst unter internem Schutz.

**2010-01** — Mit der Zeit wuchs die verdeckte Exposition, und die Erklärungen wurden ausgefeilter. Die internen Kontrollen der Bank funktionierten weiterhin, jedoch nicht in einer Weise, die das Schema vor den materiellen Verlusten hätte stoppen können.

Risikoalarme und interne Fragen intensivieren sich

**2011-08** — Bis zum Spätsommer 2011 war die Situation schwierig mit der offiziellen Darstellung der Abteilung in Einklang zu bringen. Die interne Überprüfung nahm zu, da die Diskrepanz zwischen den gemeldeten und den tatsächlichen Engagements schwerer zu ignorieren wurde.

UBS gibt einen Handelsverlust von 2,3 Milliarden Dollar bekannt

**2011-09-15** — UBS gab öffentlich den Verlust bekannt und identifizierte ihn als ein Ereignis des unautorisierten Handels, das mit seinen Londoner Aktivitäten verbunden war. Die Offenlegung verwandelte das interne Kontrollversagen in einen marktbeeinflussenden Skandal und zog sofortige regulatorische Aufmerksamkeit nach sich.

Adoboli wird in London verhaftet.

**2011-09-15** — Nachdem der Verlust bekannt wurde, nahm die Londoner Polizei Kweku Adoboli im Zusammenhang mit dem angeblichen Betrug fest. Die Festnahme verlegte den Fall von einer internen Untersuchung in ein strafrechtliches Verfahren.

Anklage gegen den Händler erhoben

**2011-09-16** — Die Staatsanwaltschaft beschuldigte Adoboli offiziell der Betrugsdelikte, die sich aus der Verschleierung von Handelsverlusten ergeben. Der Fall wurde nun öffentlich benannt und konnte vor einem offenen Gericht verfolgt werden.

Der Prozess beginnt am Southwark Crown Court.

**2012-01-03** — Der Strafprozess, der in London eröffnet wurde, in dem die Staatsanwälte die Behauptung aufstellten, dass Adoboli fiktive Absicherungen und falsche Aufzeichnungen verwendet hatte, um Verluste zu verbergen. Der Prozess wurde zu einem zentralen Punkt für Fragen zu Kontrollversagen bei UBS.

Adoboli wegen Betrugs verurteilt

**2012-11-20** — Eine Jury befand Adoboli für schuldig und bestätigte den zentralen Vorwurf der Anklage, dass er unautorisierte Positionen und Verluste verschleiert hatte. Das Urteil stellte die persönliche Verantwortung fest, während Fragen zur Aufsicht von UBS in der breiteren öffentlichen Debatte weiterhin ungelöst blieben.

Siebenjahresstrafe verhängt

**2012-11-21** — Das Gericht verurteilte Adoboli zu sieben Jahren Gefängnis. Die Strafe stellte den rechtlichen Endpunkt des Hauptstrafverfahrens dar, obwohl der Rufschaden für UBS und die regulatorischen Lehren weiterhin im Gange waren.

Satz in der Berufung reduziert

**2014-12** — Ein Berufungsgericht reduzierte Adobolis Strafe auf fünf Jahre. Die Reduzierung änderte nicht das Urteil, aber sie veränderte leicht die endgültige rechtliche Strafe, die mit einem der prominentesten Rogue-Trading-Skandale dieser Ära verbunden war.

Sources

  • company_filing
    UBS AG Annual Report 2011

    Primary company reporting on the trading loss and related risk disclosures.

  • company_press_release
    UBS press release on trading loss, September 2011

    Public disclosure of the $2.3 billion loss.

  • court_document
    Crown Prosecution Service and UK court reporting on Kweku Adoboli case

    Primary criminal proceedings and verdict reporting; exact PACER-style URL not applicable in UK case.

  • journalism
    Southwark Crown Court trial reporting, Reuters coverage

    Contemporaneous coverage of the trial, verdict, and sentence.

  • journalism
    The Guardian: UBS trader Kweku Adoboli convicted over £1.4bn loss

    Accessible reporting on the conviction and case details.

  • journalism
    Financial Times coverage of the UBS rogue trading scandal

    Enterprise coverage of the trading loss, internal controls, and aftermath.

  • journalism
    Wall Street Journal coverage of UBS's losses and Adoboli trial

    Business reporting on the scandal’s market and governance implications.

  • journalism
    Bloomberg coverage of sentence reduction on appeal

    Reporting on the appellate reduction of Adoboli’s sentence.

  • congressional_hearing
    House of Commons Treasury Committee / UK parliamentary discussion of banking controls after rogue trading cases

    Contextual legislative oversight on banking controls and misconduct.

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