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Bank Fraud

Der Londoner Wal: JPMorgans 6-Milliarden-Dollar-Handelsdesaster

Ein Händler in London baute Positionen von solch enormer Größe auf, dass sie einen Markt beeinflussen konnten, und als die Verluste metastasierten, war eine der mächtigsten Banken der Welt gezwungen, eine einfachere Frage zu beantworten: Wie lange hatte das Management gewusst, dass die Geschichte, die es erzählte, nicht mehr wahr war?

2012 - 2012Americas2012

Quick Facts

Period
2012 - 2012
Region
Americas
Key Figures
Bruno Iksil, Harry Markopolos, Ina Drew +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Chief Investment Office beginnt mit der Ausweitung der Kreditabsicherungsaktivitäten

**2009-01** — In den Jahren nach der Finanzkrise nutzte die CIO von JPMorgan synthetische Kreditderivate, um die Bilanzrisiken der Bank zu steuern. Das Mandat der Einheit ließ die Aktivität konservativ erscheinen, doch der Umfang der Positionen legte den Grundstein für spätere Streitigkeiten darüber, ob das Portfolio hedging oder Spekulation betrieb.

Positionen wachsen groß genug, um die Aufmerksamkeit des Marktes zu erregen.

**2011-12** — Bis Ende 2011 war das synthetische Kreditportfolio ungewöhnlich groß geworden und begann, die Preise im Indexmarkt zu beeinflussen. Händler außerhalb von JPMorgan bemerkten die Spur, ein Zeichen dafür, dass sich die Absicherung der Bank begann, wie eine marktbewegende Position zu verhalten.

Interne Verluste und Mark-to-Market-Druck verstärken sich

**2012-03** — Als sich die Kreditmärkte bewegten, geriet das Buch des CIO zunehmend unter Druck, und interne Bewertungen wurden schwerer nachvollziehbar. Der Umfang der Position machte jede Preisbewegung entscheidend, was den Druck erhöhte, die Behandlung des Portfolios innerhalb des Unternehmens zu verteidigen.

Die externe Überprüfung des Londoner Handelsbereichs nimmt zu.

**2012-04** — Die ungewöhnlichen Marktauswirkungen der Positionen zogen breitere Aufmerksamkeit von Analysten und Journalisten auf sich. Der Spitzname des Handels, der später in Berichten weit verbreitet wurde, spiegelte die Erkenntnis des Marktes wider, dass die Aktivitäten eines Teilnehmers zu groß geworden waren, um ignoriert zu werden.

JPMorgan gibt öffentlich mehrmonatige Handelsverluste in Milliardenhöhe bekannt

**2012-05-10** — Die Bank gab bekannt, dass der CIO erhebliche Verluste in einem synthetischen Kreditportfolio erlitten hatte. Die Offenlegung verwandelte ein internes Kontrollproblem in eine globale Finanzgeschichte und zwang JPMorgan dazu, den Handel gegenüber Investoren, Aufsichtsbehörden und der Öffentlichkeit zu erklären.

Markt- und Medienreaktionen beschleunigen die Narrative des Zusammenbruchs

**2012-05** — Berichte in großen Finanzmedien und die Neubewertung des Marktes vergrößerten die Kluft zwischen den internen Zusicherungen der Bank und dem externen Skeptizismus. Der Umfang des Handels und die wechselnden Erklärungen der Bank verwandelten den Verlust in eine Governance-Krise.

Kongress- und Regulierungsuntersuchungen beginnen

**2012-06** — Der ständige Unterausschuss für Ermittlungen des Senats begann zusammen mit den Bundesaufsichtsbehörden zu untersuchen, wie die Position gebucht, überwacht und offengelegt wurde. Die öffentlichen Aufzeichnungen begannen sich von einem Handelsverlust zu potenzieller Falschdarstellung und Kontrollversagen zu verschieben.

SEC und andere Aufsichtsbehörden finalisieren Ergebnisse

**2013-01** — Die Durchsetzungsmaßnahme der SEC und die damit verbundenen regulatorischen Feststellungen dokumentierten Mängel in den Büchern und Aufzeichnungen, den internen Kontrollen und den Offenlegungen. Der Fall wurde zu einer formellen Durchsetzungsangelegenheit und nicht zu einem Marktgerücht.

JPMorgan tritt in eine Vereinbarung über aufgeschobene Strafverfolgung ein

**2013-05-20** — Das Justizministerium gab eine Vereinbarung über die aufgeschobene Strafverfolgung mit JPMorgan bekannt, die mit den Verlusten des London Whale verbunden ist. Die Bank übernahm die Verantwortung dafür, dass sie keine genauen Aufzeichnungen geführt hat und für damit verbundene Verstöße gegen das Wertpapierrecht.

Der Kongressbericht beschreibt Versäumnisse in der Governance.

**2013-11** — Der Senat PSI veröffentlichte einen detaillierten Bericht, der beschrieb, wie die Positionen des CIO wuchsen, wie die Risikokontrollen versagten und wie die Offenlegungen hinter der Realität zurückblieben. Der Bericht wurde zu einem der autoritativsten öffentlichen Berichte über den Vorfall.

Regulatorische Strafen und Vergleiche setzen sich fort

**2013-12** — Zusätzliche zivilrechtliche Vergleiche und Strafen untermauerten die Schlussfolgerung, dass der Fall kein einmaliger Handelsunfall war, sondern ein Versagen in der Compliance und Aufsicht. Die finanziellen Verluste von JPMorgan wurden nun von einem dauerhaften regulatorischen Makel begleitet.

Der Londoner Wal wird zu einer dauerhaften Fallstudie

**2014-01** — Business Schools, Regulierungsbehörden und Journalisten begannen, den Vorfall als ein kanonisches Beispiel für das Versagen im Risikomanagement in einer Großbank zu betrachten. Die bleibende Lehre war, dass Komplexität die Exposition verschleiern kann, bis der Markt selbst zur Offenlegung zwingt.

Sources

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