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Corporate Accounting Fraud

Fannie Mae: Der andere Hypothekenriese, der kreativ wurde

Ein von der Regierung unterstützter Hypothekenriese präsentierte sich als der sicherste Name in der Wohnungsfinanzierung, während innerhalb seiner eigenen Bücher Führungskräfte die Buchhaltung nur so weit drückten, um Boni freizuschalten und eine Illusion der Kontrolle aufrechtzuerhalten.

1998 - 2004Americas1998–2004

Quick Facts

Period
1998 - 2004
Region
Americas
Key Figures
Franklin D. Raines's critics and affected investors, Fannie Mae employees and finance staff, Franklin Raines +2 more

Key Figures

The Story

This narrative combines documented history with dramatized scenes for storytelling purposes.

Timeline

Der Druck in der Buchhaltung verstärkt sich bei Fannie Mae

**1998-01** — Bis Ende der 1990er Jahre hatte sich die Führungskultur von Fannie Mae auf eine starke Vorliebe für reibungslose, vorhersehbare Ergebnisse eingestellt. Die Größe des Unternehmens, seine Mission und seine politische Bedeutung machten die Konsistenz der Erträge besonders wertvoll, was die Bedingungen für spätere Manipulationen schuf.

Die Vergütung der Führungskräfte wird an EPS-Ziele gekoppelt.

**2000-01** — Die berichteten Gewinne pro Aktie waren nicht nur für den Markt von Bedeutung, sondern auch für interne Vergütungsentscheidungen. Diese Verbindung verstärkte den Anreiz, die Buchhaltung so zu steuern, dass die Anspruchsberechtigung auf Boni erhalten blieb.

Behörden und Analysten betrachten Fannie weiterhin als ein Modell der Stabilität.

**2001-06** — Fannie Maes öffentliche Stellung und der Status als von der Regierung gefördert verstärkten den Glauben, dass sie außergewöhnlich zuverlässig sei. Dieser Ruf erschwerte Skepsis und verzögerte eine tiefere Prüfung ihrer Rechnungslegungsentscheidungen.

OFHEO eröffnet aggressivere Prüfungen von Fannies Buchhaltung

**2004-09** — Bundesprüfer drängten stärker auf die Bücher des Unternehmens, als Fragen zum Gewinnmanagement aufkamen. Die Überprüfung markierte den Beginn der regulatorischen Phase, die das Muster der Manipulation aufdecken würde.

Fannie kündigt eine interne Rechnungsprüfung an

**2004-09-22** — Das Unternehmen erkannte öffentlich an, dass seine historische Buchführung einer eingehenderen Prüfung bedarf. Diese Einreichung deutete darauf hin, dass frühere Finanzberichte nicht als abgeschlossen betrachtet werden konnten.

OFHEO veröffentlicht Ergebnisse zu systematischer Bilanzmanipulation

**2005-09-22** — Der Regulierungsbehörde kam zu dem Schluss, dass Fannie Mae die Buchhaltung manipuliert hatte, um EPS-Ziele zu erreichen, die mit den Boni der Führungskräfte verknüpft waren. Der Befund verwandelte den Verdacht in einen offiziellen Bericht über Fehlverhalten.

Fannie vollzieht eine umfassende Neufassung.

**2006-05** — Das Unternehmen korrigierte etwa 6,3 Milliarden US-Dollar an Einnahmen, eine der größten Korrekturen im Zusammenhang mit einem US-amerikanischen Unternehmensbuchhaltungs-Skandal. Die Neufeststellung quantifizierte das Ausmaß der vorherigen Fehlangaben.

Franklin Raines verlässt unter regulatorischem und boardseitigem Druck

**2006-05** — Als die Buchhaltungs Krise sich vertiefte, endete die Amtszeit des CEOs. Sein Rücktritt spiegelte den Zusammenbruch des Vertrauens in die Unternehmensführung wider, selbst ohne strafrechtliche Anklagen.

Timothy Howard verlässt das Unternehmen

**2006-06** — Der Finanzvorstand verließ ebenfalls das Unternehmen, als die Auswirkungen des Skandals unmöglich einzudämmen waren. Sein Austritt markierte das Ende des Führungsteams, das am engsten mit dem umstrittenen Rechnungslegungszeitraum verbunden war.

Regulierungsbehörden und politische Entscheidungsträger drängen auf eine Reform der Aufsicht über GSEs

**2006-12** — Der Skandal nährte umfassendere Reformbestrebungen, die darauf abzielten, die Aufsicht über staatlich geförderte Unternehmen zu stärken. Der Vorfall wurde zum Beweis dafür, dass missionarisch ausgerichtete Institutionen weiterhin eine strenge regulatorische Kontrolle benötigten.

Zivil- und kongressrechtliche Überprüfungen setzen sich fort

**2007-01** — Der Rechnungslegungsfall des Unternehmens blieb ein Prüfstein in den Debatten über die Verantwortung von Führungskräften und die Grenzen der Aufsicht. Kein Strafverfahren führte zu einer Verurteilung, doch die reputativen Konsequenzen hielten an.

Spätere Reformen integrieren den Fall in die Debatten über die Finanzaufsicht nach der Krise.

**2011-09** — Mit der Entwicklung der Finanzregulierung nach der Krise von 2008 wurde der Fannie Mae-Skandal zunehmend als frühe Warnung vor Anreizen, Vergütung und institutioneller Selbstbereicherung angeführt. Sein Erbe blieb in den Diskussionen über systemische Risiken verankert.

Sources

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